Akupunktur

Akupunktur ist eine der ältesten Heilweisen, die der Menschheit bekannt ist. Sie wurde bereits vor etwa 5000 Jahren in China begründet, doch die Weisheit, die ihr zu Grunde liegt, ist heute ebenso lebendig und wichtig wie damals. Glücklicherweise findet die Akupunktur immer mehr Zuspruch und wird im zunehmenden Maße praktiziert. Jeder, der die Wirkungsweise am eigenen Leibe erfahren durfte, wird das sehr zu schätzen wissen.
Die Gründe für das zunehmende Interesse an der Akupunktur liegen sicherlich auch darin, dass dieser Ansatz zum Heilen den Patienten ermutigt, am Heilungsprozess selbst mitzuwirken. Der Patient kann zum Beispiel durch Selbstmassage, Moxibustion, gezielte Bewegungsübungen (z.B. Qi-Gong), Ernährung u.a. zum Erfolg der Behandlung beitragen und sein Wohlbefinden verbessern.
Die Akupunktur ist ein Medizinsystem, das auf den Naturgesetzen beruht. Sie betrachtet den Menschen als Teil des Universums und als eine Einheit aus Körper, Geist und Seele. Die Basis für das Leben ist das Qi. Wir benötigen Qi für unseren Wärmehaushalt, um das Blut zu bewegen und für alle Körperfunktionen. Es ist wie ein Kraftstoff. Ohne Kraftstoff wird ein Auto kein Stück fahren und auf lange Sicht hin verrosten.
Qi ist schwierig ins Deutsche zu übersetzen, aber man kann es einfach Lebensenergie nennen. Qi kann verschiedene Gestalten annehmen und sich in verschiedenen Situationen unterschiedlich verhalten. Qi kann man nicht sehen; weder mit Röntgenstrahlen, noch Computertomographie oder

mit Hilfe von Ultraschall. Allerdings lässt sich der elektrische Wiederstand der einzelnen Akupunkturpunkte messen.

Qi ist aber wahrnehmbar. Wir können es fühlen: beinahe jeder hat wohl schon die Erfahrung gemacht, dass, wenn auf irgendeine Körperstelle Druck o.ä. ausgeübt wird, das Echo des Reizes reflektorisch an einer anderen Stelle des Körpers wahrnehmbar ist.
Das Qi des Menschen ist das Resultat einer Interaktion zwischen dem Qi des Himmels und jenem der Erde. Es steht in Wechselwirkung zu den Naturkräften, so wird bei der Diagnose und Behandlung mit Akupunktur die Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt berücksichtigt.


Durch jedes Organ in unserem Körper führt ein Meridian, in welchem das Qi (oder Lebenskraft) fließt. Ist der Qi - Fluss gestört, kann das Qi pathologisch dicht werden und Knoten, stoffliche Ansammlungen oder Tumore bilden sich. Beispielsweise führt ein Qi-Mangel zu Müdigkeit, allgemeiner Schwäche und Abwehrschwäche. Das Qi kann ansonsten auch pathologisch absinken (Durchfälle, Prolaps), stagnieren (Schmerzen) oder rebellieren (Bluthochdruck,Erbrechen etc.).
Während einer Behandlung kann das Qi durch die Stimulation der Akupunkturpunkte beeinflusst werden. Auf dem ganzen Körper gibt es etwa 365 Punkte, über die das Qi, das zu jedem einzelnen Organ fliesst, beeinflusst werden kann.
Die Akupunktur hat also das Bestreben, in jeder Behandlung alle Organe auszubalancieren und damit ins Gleichgewicht zu bringen, damit der Mensch wieder gesunden kann.

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