Cinesische Medizin - was ist das?

Die Fundamente der Chinesischen Medizin und ihrer Physiologie, Pathologie, Diagnose- und Behandlungsmethoden sind zum einen die Theorie von Yin und Yang, zum anderen das Konzept der 5-Elemente.

Yin und Yang

Yin und Yang sind Gegensatzpaare und stehen in ständiger Wechselbeziehung zueinander. Diese beiden Zeichen entsprechen einander entgegengesetzten Bezügen. Der Tag entspricht z. B. dem Yang, die Nacht dem Yin, Aktivität dem Yang und Ruhe dem Yin usw. Diese Entsprechungen sind jedoch nicht starr, denn nichts ist gänzlich Yin oder gänzlich Yang. Alles trägt den Keim des Gegensatzes. Obwohl Yin und Yang gegensätzlich sind, sind sie voneinander abhängig, eines kann ohne das andere nicht existieren, eines geht ins andere über. Geraten Yin und Yang aus dem Gleichgewicht entsteht eine Disharmonie - das, was wir Krankheit nennen. Übermässige Arbeit (=Yang) ohne Ruhephasen (=Yin) kann zum Beispiel zu einem starken Mangel an Körperenergien führen. Aus chinesischer Sicht besteht das wichtigste Mittel zur Krankheitsvorbeugung darin, einen Ausgleich im Hinblick auf unsere Ernährung, Bewegung, Arbeit, unser emotionales Leben und unsere sexuelle Aktivität zu schaffen.
Fünf Wandlungsphasen
Ausser der Yin - Yang Theorie ist das "Konzept der 5 Elemente" oder besser die "5 Wandlungsphasen" die Basis der chinesischen Medizin.

Zu den 5 Wandlungsphasen gehören folgende Elemente: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.
Die einzelnen Elemente haben verschiedene Entsprechungen. Zum Beispiel repräsentiert jedes der 5 Wandlungsphasen eine bestimmte Jahreszeit im Jahreszyklus, die ihrerseits mit verschieden Assoziationen verbunden sind. Holz entspricht dem Frühling, es wird mit Geburt assoziiert, Feuer gehört zum Sommer und ist mit Wachstum verbunden, Metall korrespondiert mit Herbst und wird mit der Ernte assoziiert, Wasser gehört zum Winter und zur Speicherung, Erde korrespondiert mit der späten Phase jeder Jahreszeit und wird mit Umwandlung in Verbindung gebracht. Auch die 5 Wandlungsphasen stehen in Wechselbeziehung zueinander. Diese Wechselbeziehungen sind eine Art Modell nicht nur für die Beziehung zwischen den inneren Organen selbst, sondern darüber hinaus zwischen den inneren Organen und verschiedenen Geweben, Sinnesorganen, Farben, Gerüchen, Geschmacksrichtungen und Geräuschen. Die Essenz der 5 Elemente - Beziehung liegt seinerseits wiederum in einem dynamischem Gleichgewicht zwischen den Phasen. Wenn diese Balance für längere Zeit gestört ist, zieht dies Krankheit nach sich. Zusammenfassend und vereinfachend kann man sagen, dass die chinesische Medizin eine Balance-Methode ist, die zum Ziel hat mit Hilfe von verschiedenen Verfahren (z. B.
Akupunktur) Körper, Geist und Seele mit der Natur in Einklang zu bringen.

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